Bekommen Sie einen Eindruck, wie unsere kleinen "Spirits" in ihr aufregendes Leben starten.

In den ersten 10-14 Tagen liegt die Hündin in einem Schwimmbecken, wo sie sehr viel gemütlicher liegt, als in einer normalen Wurfkiste. Auch ist die Sicherheit der Welpen gewährt, sollten sie an den Rand gedrückt werden. Danach ziehen sie in eine große Wurfkiste um. Drei Wochen lang schlafen wir bei den Welpen und der Hündin. Die Hündin kann jeder Zeit aus der Wurfkiste (Becken) raus, wenn sie ihre Ruhe haben möchte. Sobald die Wurfkiste steht, wird das Plaschbecken dann nur noch als "Zwischenstation" genutzt, wenn wir die Wurfkiste reinigen, oder falls ein Welpe etwas zu kurz gekommen ist und noch einen extra Schluck Milch von Mama bekommen soll. 

Auch Prof. Dr. Wehrend empfiehlt in seinem Buch Neonatologie beim Hund die Nutzung der Planschbecken in den ersten 14 Lebenstagen.

Mit etwa 4 Wochen ziehen die kleinen Spirits dann in das 20qm große Welpenzimmer um, wo sie ihre Bewegungsfreude wirklich ausleben können. Ein kleines Häuschen steht auch im Raum, so das sie gleich das Gefühl von Höhle kennen, sollten sie später einmal an eine Box gewöhnt werden.

Täglich werden die Welpen mit neuen Reizen konfrontiert. Immer nur für 1-2 Minuten, um sie nicht zu überfordern. Einmal der Staubsauger, dann der Akkubohrer, Topfdeckegeklapper, der Küchenmixer und dann wieder der Staubsauger. So sind die kleinen schon auf viele Haushaltsgeräusche sozialisiert.

In den ersten 6 Wochen legen wir weiche Vetbeds (speziell für Welpen), Handtücher und Decken in die Wurfkiste, die permanent gewechselt werden. Die kleinen Pfotenballen sind noch sehr weich und bei den rasanten Spielchen, können sie die Ballen auf dem PVC-Boden aufreiben. Auch rutschen sie nicht über den Bodenbelag und können stabiler Laufen, da sie in diesem Alter noch unkoordiniert auf den Beinen sind.

 

Mit 5 Wochen holen wir jeden Tag immer mal wieder einige Welpen ins Wohnzimmer zu den erwachsenen Hunden und lassen sie dort unter Aufsicht mitlaufen. So wird das Sozialverhalten mit älteren Hunden gelernt und sie werden nicht nur von der Mutter geprägt. Jeder Hund ist anders und die Kleinen lernen, dass nicht jeder Hund so geduldig ist wie die Mama. Oma Ashanti bringt ihnen bei respektvollen Abstand zu halten, wenn sie schläft. Kijani macht immer den Clown für die Kleinen und spielt sehr zärtlich mit ihnen. Er zeigt ihnen aber auch deutlich, wenn sie zu heftig werden.

Auch lernen sie so unterschiedliche Untergründe kennen.

Draußen haben die Kleinen einen großen Teil vom Garten eingezäunt, wo sie sich austoben, oder in der Sonne schlafen können. Die Mama kann wann immer sie möchte über den Zaun springen und zu ihren Kindern gehen. Der Zaun ist 90cm hoch, was für eine Ridgeback Hündin kein Hindernis ist. Sie hat außerhalb des Welpengeheges aber auch eine weiche Liege, von der aus sie die Welpen immer im Blick hat. So kann sie entscheiden, wann sie mit dabei sein will. 

Wir üben täglich mit den Welpen das "Hier". Wenn der Welpe mit 8-9 Wochen auszieht, ist das "Hier" bereits tief verankert, muss aber natürlich noch weiter intensiviert werden. Ebenfalls kennen die Kleinen bereits ihren Namen (zumindest die Meisten) und haben auch schon gelernt sich auf Fingerzeig hinzusetzten. Die Freude zu beobachten wie schnell die Kleinen das lernen, gibt uns die Energie und den Ehrgeiz täglich mit dem einzelnen Welpen zu üben.

Täglich lassen wir uns etwas anderes einfallen. Einmal kommt der laute Staubsauger um die Ecke gefahren, dann fliegt eine große Plastikfolie über die Köpfe der Welpen, oder eine Rappeldose wird in den Garten gelegt und freudig durch die Wiese gerollt. Dann bewegt sich plötzlich die Mülltonnen und macht klappernde Geräusche und Luftballons platzen.

Die schönste Zeit des Tages ist bei uns eher der Abend. Wenn der Besuch weg ist, die Kleinen gefressen haben und bereits die Nachtruhe gekommen ist, schleiche ich mich in das Welpenzimmer und suche mir eine gemütliche Ecke. Natürlich bekommen es einige mit und es dauert nur Sekunden, bis sie müde zu mir getappselt kommen. Jeder versucht ganz oben auf dem Arm zu gelangen und schlafen dann schnell wieder ein. So sitze ich dann manchmal 1 Stunde in der Ecke und genieße diese kleinen bezaubernden Wesen. Diese 1 Stunde ist mein persönlicher Lohn, meine Seelennahrung, mein schönster Moment des anstrengenden Tages.

Levent genießt diese besondere Zeit genauso wie ich. Manchmal suche ich ihn und finde ihn dann im Welpenzimmer sitzen.

Die Besucherzeit dürfen wir natürlich nicht vergessen. Je nach Wetter und Alter der Welpen sitzen die Besucher im Welpenzimmer, im Außenbereich oder gemütlich auf der Couch.

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© Birgit Haaf